Widrige Umstände.

Popularmusik in der DDR (1971-1990)

Content

I. Entdeckungsreise DDR-Musik
Hochkultur-Dogma
Sozialistischer Realismus
Risikofall »leichte Muse«
Mangelwirtschaft
Auslandskontakte
Kontrolle
Umbruchjahr 1971: Von Ulbricht zu Honecker

II. Fallbeispiele
Von der Kopie zum Original. Die Puhdys „Türen öffnen sich zur Stadt“ (1971)
Auf zu neuen Ufern. Uschi Brüning „Einen Tag lang“ (1973)
»Keine Übereinstimmung mit der sozialistischen Wirklichkeit«. Klaus Renft-Combo „Glaubensfragen“ (1975)
Träumen in bleiernen Zeiten. Veronika Fischer „Sommernachtsball“ (1977)
Von West nach Ost. Bettina Wegner „Für meine weggegangenen Freunde“ (1979)
Märchen für Groß und Klein. Reinhard Lakomy „Der Traumzauberbaum“ (1980)
Brückenbauer. Karat Gefährten des Sturmwinds (1982)
Widerborstige Kompromisse. Silly „Bataillon d’Amour“ (1986)
Zwischen Gestern und Morgen. City „Halb und Halb“ (1987)
Zweifeln, mahnen, versöhnen. Gerhard Schöne „Mit dem Gesicht zum Volke“ (1989)

III. Wie weiter?

IV. Vergessen, Vermissen, Verklären? Ostalgie und Musik

Literatur- und Quellenverweise


Das Musikleben in einer Diktatur ist faszinierend und kompliziert zugleich: Während die Behörden eine möglichst umfassende Kontrolle anstreben, folgt die Musik eigenen Regeln. Popularmusik in der DDR bietet hierfür eine Fülle außergewöhnlicher Beispiele zwischen sozialistischen Normen und westlichen Vorbildern. Viele Ereignisse und Songs sind heute nur noch Zeitgenossen in Erinnerung, während die Bedingungen des Musiklebens erst in jüngerer Zeit erforscht werden. Dieses Buch lädt dazu ein, einen noch viel zu unbekannten Teil der deutschen Kulturgeschichte zu entdecken und dabei überraschende, hörenswerte, nachdenkliche, aufmüpfi ge und widersprüchliche Biografien und Lieder kennenzulernen.

Details
Publisher: Thüringer Landeszentrale für politische Bildung
ISBN: 978-3-910740-75-4
Meta
  German